Zum Hauptinhalt

Artikel

Branchenverzeichnis Schleswig-Holstein: Stadt-Check zeigt freie Plätze

Der Stadt-Check zeigt: Im Branchenverzeichnis Schleswig-Holstein sind manche Stadt-Branchen-Kombis voll, andere komplett leer. Wo dein Unternehmen gerade Sichtbarkeit liegen lässt.

Von moin.business Redaktion · 28.08.2026 · 8 Min. Lesezeit

Lotsenstand

Geschichten, Neuigkeiten und Einblicke aus der Wirtschaft in Schleswig-Holstein.

Zum Magazin
Branchenverzeichnis Schleswig-Holstein: Stadt-Check zeigt freie Plätze
Inhaltsverzeichnis

Kurz gesagt

Im Branchenverzeichnis von moin.business stehen aktuell 1.029 Profile in 54 Städten und 15 Branchen. Wer jetzt in einer schwach besetzten Stadt-Branchen-Kombination einsteigt, steht dort nicht in der Masse, sondern weit oben.

1.029 Profile, 54 Städte, 15 Branchen. Das ist der aktuelle Stand des Verzeichnisses laut der Übersicht auf moin.business. Klingt nach viel, ist aber für ein Bundesland mit über 2,9 Millionen Einwohnern erst der Anfang. Und genau darin liegt der Punkt, um den es hier geht: Ein Verzeichnis, das noch wächst, verteilt Sichtbarkeit anders als eines, das seit zwanzig Jahren voll ist.

Wir haben die veröffentlichten Stadtseiten und Branchenzahlen durchgesehen und geschaut, wo sich Profile ballen und wo Städte und Branchen praktisch leer sind. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Es gibt in Schleswig-Holstein Orte, in denen du dir eine Position erst erkämpfen musst, und es gibt Orte, in denen du sie momentan einfach mitnehmen kannst.

Wo sich die Profile ballen: Kiel, Preetz, Eckernförde

Landesweit führt laut der Branchenübersicht von moin.business das Handwerk mit 145 Profilen, dicht gefolgt von Handel und Retail mit 144 und Bau und Immobilien mit 130. Dienstleistungen B2B liegen bei 120, IT und Digital bei 97, Medien und Kreativwirtschaft bei 94. Industrie und Maschinenbau kommt auf 54 Profile, die sich auf gerade acht Städte verteilen.

Interessanter als die Landeszahlen sind die Cluster. Die Städteseite von moin.business weist einzelne Stadt-Branchen-Kombinationen explizit aus, und dort zeigt sich, wie unterschiedlich die Dichte ist:

  • Dienstleistungen B2B in Kiel: 39 Profile
  • Handwerk in Preetz: 24 Profile
  • Medien und Kreativwirtschaft in Kiel: 21 Profile
  • Handwerk in Bredstedt: 18 Profile
  • Bau und Immobilien in Preetz: 17 Profile
  • Handwerk in Niebüll: 16 Profile
  • Handel und Retail in Kiel: 15 Profile
  • Bau und Immobilien in Eckernförde: 14 Profile
  • Handel und Retail in Flensburg und in Husum: jeweils 14 Profile

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Kiel ist erwartbar stark, aber nicht flächendeckend. 39 Profile in B2B-Dienstleistungen sind eine echte Dichte, 15 Profile in Handel und Retail für eine Stadt mit knapp 250.000 Einwohnern sind es nicht. Zweitens: Die Stärke liegt nicht nur in den großen Städten. Preetz mit rund 16.000 Einwohnern hat im Handwerk mehr Profile als Kiel im Handel. Bredstedt und Niebüll, beide deutlich kleiner, stehen im Handwerk zweistellig da.

Was ein starkes Cluster für dich bedeutet

Wenn du Handwerker in Preetz bist und dort noch kein Profil hast, konkurrierst du mit 24 Betrieben, die sichtbar sind. Das ist kein Argument gegen ein Profil, sondern eines für ein gutes. In dichten Clustern entscheidet die Qualität: vollständige Leistungsbeschreibung, saubere Kontaktdaten, klare Spezialisierung. Wer dort nur Name und Adresse einträgt, verschwindet zwischen den anderen 24.

Eckernförde als Beispiel, wie ein voll besetzter Ort aussieht

Eckernförde ist im Verzeichnis von moin.business einer der breitesten Fälle. Das Stadtprofil weist aus: Bau und Immobilien 14 Profile, Handel und Retail 13, IT und Digital 11, Handwerk 10, Dienstleistungen B2B 10, Tourismus und Gastronomie 9, Medien und Kreativwirtschaft 6, Maritime Wirtschaft 4.

Das ist bemerkenswert, weil Eckernförde rund 22.000 Einwohner hat. Acht Branchen mit Profilen, davon fünf zweistellig, ergibt ein Bild, das für eine Kleinstadt an der Ostsee erstaunlich vollständig ist. Wer in Eckernförde sucht, findet tatsächlich Auswahl, und zwar quer über Branchen hinweg statt nur in einer.

Für dich ist Eckernförde deshalb vor allem eine Referenz. So sieht eine Stadt aus, in der das Verzeichnis funktioniert. Der Vergleich lohnt sich, wenn du deine eigene Stadt aufrufst: Stehen dort acht Branchen mit Profilen oder zwei? Ist deine Branche zweistellig oder taucht sie überhaupt nicht auf? Diese Frage lässt sich in unter einer Minute beantworten, und sie sagt dir mehr über deine Chance als jede allgemeine Marketingempfehlung.

Freie regionale Chancen sind keine Marketingfloskel, sondern ausgewiesen

Die Städteübersicht von moin.business zeigt nicht nur, was da ist, sondern auch, was fehlt. Die Kacheln weisen für jede Stadt getrennt aus, wie viele Unternehmen, Experten und Freelancer, Startups und Organisationen erfasst sind. Und in mehreren Städten steht bei einzelnen Typen eine glatte Null. Das ist keine Schätzung, sondern das, was das veröffentlichte Verzeichnis hergibt.

Dazu kommt: In einer ganzen Reihe von Städten sind nur ein oder zwei Hauptbranchen besetzt. Weitere Branchen erscheinen gar nicht oder mit null Profilen. moin.business markiert diese Lücken auf der Städteseite ausdrücklich als freie regionale Chancen, also als Stellen, an denen Ausbaupotenzial besteht.

Das unterscheidet die Herangehensweise von klassischen Branchenbüchern. Verzeichnisse wie das Kiel-Magazin, city-map oder meinestadt.de listen Firmenadressen alphabetisch oder nach Branche. Sie beantworten die Frage, wer eingetragen ist. Sie beantworten nicht die Frage, wo noch niemand eingetragen ist. Für dich als Unternehmen ist das aber die relevantere Information, weil sie über deine Sichtbarkeit entscheidet.

Warum Startups und Organisationen die größten Lücken haben

Von den vier Profiltypen bei moin.business sind Unternehmen am besten vertreten. Startups und Organisationen tauchen in vielen Städtekacheln mit null auf. Wenn du also ein Startup in einer mittelgroßen Stadt in Schleswig-Holstein bist oder einen Verband, einen Verein oder eine Initiative vertritts, dann bist du in deiner Stadt möglicherweise das erste Profil deiner Art. Das ist eine Position, die es in einem gewachsenen Verzeichnis nicht mehr zu haben gibt.

Die Rechnung ist einfach: wenige Profile, hohe relative Sichtbarkeit

Von 1.029 Profilen haben laut der Startseite 1.021 einen Kartenpunkt. 45 Städte sind auf der Karte dargestellt, 54 insgesamt im Verzeichnis aufgeführt. Das heißt: Neun Städte existieren als Seite, aber ohne Kartendarstellung. Auch das ist eine Lücke, und zwar eine, die du mit einem Profil samt Adresse schließen kannst.

Rechne einmal grob nach. Wenn in deiner Stadt in deiner Branche drei Profile stehen und du bist das vierte, dann bist du für jeden, der dort sucht, einer von vier. Bei 24 Profilen im Handwerk in Preetz ist derselbe Eintrag einer von 25. Das ist kein Zauberwerk, sondern schlichte Arithmetik der Auffindbarkeit. Und sie arbeitet gerade in den schwach besetzten Kombinationen für dich, nicht gegen dich.

Unsere Einschätzung dazu ist deutlich: Wer in einer Stadt-Branchen-Kombination mit unter fünf Profilen sitzt, sollte jetzt einsteigen und nicht warten, bis es zwanzig sind. Die Reihenfolge des Eintritts entscheidet nicht über die Platzierung, aber die Menge der Mitbewerber tut es sehr wohl. Und die wächst.

So findest du in fünf Minuten heraus, wo du stehst

Der Stadt-Check ist keine Analyse, für die du eine Agentur brauchst. Du kannst ihn selbst machen:

  • Öffne die Städteseite von moin.business und suche deine Stadt. Steht sie überhaupt dort? Wenn nein, ist das schon die Antwort.
  • Schau auf die Kachel: Wie viele Unternehmen, Experten, Startups und Organisationen sind erfasst? Wo steht eine Null?
  • Öffne die Stadtseite und prüfe die Branchen. Ist deine Branche dabei? Mit wie vielen Profilen?
  • Vergleiche mit Eckernförde. Acht Branchen, fünf davon zweistellig. So sieht ein voll besetzter Ort aus.
  • Prüfe die Nachbarstädte. Wenn du auch dort Kunden hast, zählt jede Stadt einzeln.

Danach weißt du, ob du in einem dichten Cluster antrittst oder in einer Lücke. Beides ist ein Grund für ein Profil, aber die Erwartung ist unterschiedlich. In der Lücke bekommst du Sichtbarkeit fast geschenkt. Im Cluster musst du besser sein als die anderen, also mehr Substanz ins Profil bringen.

Was daraus folgt

Ein Verzeichnis mit 1.029 Profilen in 54 Städten ist groß genug, um brauchbar zu sein, und klein genug, um noch Platz zu haben. Diese Kombination gibt es nicht dauerhaft. In den starken Clustern, Kiel bei den B2B-Dienstleistungen, Preetz und Bredstedt im Handwerk, Eckernförde quer über acht Branchen, ist der Zug nicht abgefahren, aber er ist voller geworden. In den Städten mit einer oder zwei besetzten Branchen und Nullen bei Startups und Organisationen steht er noch am Bahnsteig.

Der praktische Schritt ist unspektakulär: Stadtseite aufrufen, Zahlen ablesen, Profil einreichen. Das Basisprofil kostet dich nichts außer der Zeit, die du für ordentliche Angaben brauchst, und die solltest du dir nehmen. Ein halb ausgefülltes Profil in einer leeren Stadt bringt weniger als ein sauberes, weil Menschen nicht nach Einträgen suchen, sondern nach Anbietern, die sie anrufen können.

Und wenn du deine Stadt gar nicht findest: Dann bist du derjenige, der sie ins Verzeichnis bringt. Von der Förde bis ins Binnenland fehlen noch genug Orte.

Häufige Fragen

Wie viele Profile stehen aktuell im Branchenverzeichnis von moin.business?

Laut der Übersicht auf moin.business sind es 1.029 Profile, davon 1.021 mit Kartenpunkt. Verteilt sind sie auf 54 Städte und 15 Branchen.

Welche Städte und Branchen sind schon stark besetzt?

Die Städteseite von moin.business weist unter anderem Dienstleistungen B2B in Kiel mit 39 Profilen, Handwerk in Preetz mit 24 und Medien und Kreativwirtschaft in Kiel mit 21 Profilen aus. Eckernförde ist mit acht Branchen besonders breit abgedeckt.

Wie erkenne ich, ob in meiner Stadt noch Platz für mein Profil ist?

Ruf die Städteseite auf und öffne die Kachel deiner Stadt. Dort steht, wie viele Unternehmen, Experten, Startups und Organisationen erfasst sind, und auf der Stadtseite siehst du die Profilzahlen je Branche. Steht bei deiner Branche eine niedrige Zahl oder eine Null, hast du eine Lücke gefunden.

Was kostet ein Profil bei moin.business?

Ein Profil kannst du kostenlos einreichen. Erst später lässt sich das Profil kostenpflichtig ausbauen oder redaktionell betreuen lassen.

Was unterscheidet moin.business von einem klassischen Branchenbuch?

Klassische Verzeichnisse wie city-map oder meinestadt.de listen Firmenadressen alphabetisch oder nach Branche. moin.business weist zusätzlich aus, welche Stadt-Branchen-Kombinationen noch schwach besetzt sind, und macht den Profilstatus nachvollziehbar.

Ist dir eine unklare oder nicht mehr aktuelle Angabe aufgefallen? Hinweis oder Korrektur melden.
Weiterlesen

Weitere Geschichten aus dem Lotsenstand

Alle öffnen